Asmut Brückmann

Foto: Privat

Über Asmut Brückmann: 

Asmut Brückmann ist pensionierter Gymnasiallehrer und Historiker. Er hat zahlreiche Beiträge zu Schulbüchern und Aufsätze in Fachzeitschriften verfasst. Seit vielen Jahren arbeitet er ehrenamtlich im Focke-Museum und widmet sich der Bremer Stadtgeschichte.

Lesung aus: 
„Bremen. Geschichte einer Hansestadt“:

Asmut Brückmann liest ein Kapitel aus seinem neuen, reich bebilderten Buch zur Geschichte Bremens, das sich einem zum Teil umstrittenen Aspekt der Bremer Nachkriegsgeschichte widmet: dem Wohnungsbau und der „verkehrsgerechten“ Umgestaltung der Innenstadt.

Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs galt es in Bremen zunächst, Wohnraum zu schaffen. Viele Menschen hatten ihr Zuhause verloren und Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten strömten in die Stadt. Der Bremer Westen bekam ein neues Gesicht, in der Vahr entstand ein städtebauliches Großprojekt auf der grünen Wiese. Die Planer entwickelten das Konzept einer autogerechten Stadt, eine Vision mit langfristigen Folgen. Die Hochstraße am Breitenweg mit ihren Häuserschluchten, der Rembertiring, die Martinistraße usw. erweisen sich heute als Problemfälle. Die Zerstörung des Ostertorviertels durch die Mozarttrasse konnten engagierte Bürgerinnen und Bürger verhindern.