Gudrun Scabell

Foto: Peter Elze

Über Gudrun Scabell: 
Gudrun Scabell ist freie Kulturjournalistin und Autorin. Seit fast 30 Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit der Kunst-, Literatur- und Kulturgeschichte Worpswedes

und veröffentlicht dazu in Zeitungen, Zeitschriften und verschiedenen Buchpublikationen. Die Biografie „Martha Vogeler“ (Band 1) ist ihre dritte eigene Buchveröffentlichung.

Derzeit arbeitet sie an Band 2 der Biografie, die voraussichtlich Ende 2021 oder Anfang 2022 erscheinen wird.

Lesung aus: 
„Martha Vogeler – Ein Leben mit Freunden in Dresden und Worpswede“:

„Martha Vogeler – Ein Leben mit Freunden in Dresden und Worpswede“ erzählt die Lebensgeschichte der Worpswederin Martha Schröder, die als 14-Jährige auf den jungen Künstler Heinrich Vogeler trifft. Sie wird sein bevorzugtes Modell, seine Muse. Später seine Ehefrau. Durch ihn gelangt sie 1899 für längere Zeit nach Dresden – eine Bildungsreise, die sie nachhaltig prägt. Im Elbflorenz lernt sie viele interessante Menschen kennen, unter ihnen die Konsuls-Witwe Helene Chrambach und den jungen aufstrebenden Musiker Egon Petri. Nach der Hochzeit mit Heinrich Vogeler werden die drei Mädchen geboren. Neben ihrer Aufgabe als Mutter, ist Martha immer auch die Gastgeberin auf dem Barkenhoff. Wie bereits um 1900, als Rainer Maria Rilke und Carl Hauptmann dort Gäste waren, kommen um 1910 wieder illustre Künstlerfreunde auf den Hof. Daneben entwickelt Martha eigene Ambitionen hinsichtlich kunstgewerblicher Arbeiten. So stellt sie 1910 auf der Weltausstellung in Brüssel und 1914 auf der Werkbundausstellung in Köln aus. Doch herrscht nicht nur eitel Sonnenschein auf dem Musenhof, denn die Ehe der Vogelers gerät in eine tiefe Krise.

All das wird anhand von bekannten, vor allem aber vielen unbekannten, und somit erstmals veröffentlichten Quellen erzählt, die die Autorin in enschlägigen Archiven auftat. Der Erzählstrang endet mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs, in den Heinrich Vogeler als Freiwilliger zieht, und Martha und die drei Mädchen auf dem Barkenhoff zurückbleiben.